Eine Tradition lebt!
Märchenbeleuchtung Dennach. Dieses Schlagwort ist Synonym für Spaß,
Aufregung und eine märchenhafte Atmosphäre.
Bei Eltern und insbesondere auch bei den kleinen Gästen schlägt das Herz höher, wenn die Gestalten aus den Märchenbüchern, die jede Gute-Nacht-Geschichte begleiten, einmal im Jahr
lebendig werden. Viele kleine Mädchen wünschen sich nichts sehnlicher, als einmal Schneewittchen, Dornröschen oder Rotkäppchen zu sein. Welcher Junge will nicht mal als kleiner Muck, Pumuckel oder Max und Moritz die Streiche machen, die sonst verboten sind?
Bei uns in Dennach gehen diese Träume in Erfüllung. Die über 70- jährige Tradition der Märchenbeleuchtung, die ursprünglich auf eine Idee des Dorfschullehrers Schwämmle zurückzuführen ist, wird von der Festgemeinschaft Dennach, bestehend aus dem TSV Dennach, Musikverein Lyra und Gesangsverein Edelweiß jedes Jahr wieder zum Leben erweckt. Schon Wochen zuvor darf sich jedes Menschenkind zwischen 6 und 66 Jahren überlegen, in welche Rolle es schlüpfen will. Unter der Anleitung von Susanne Kruschel und Ihrem Team werden nach der Kleiderprobe für jede der ca. 20 Märchengruppen kleine anspiele überlegt und in Szene gesetzt, damit die Darsteller ihr Publikum nicht nur unterhalten, sondern auch der Märcheninhalt, aus der Feder der Gebr. Grimm und Co. überliefert und weitergegeben wird. Ein besonderer Reiz für das Publikum ist, das sie bei manchen Märchen hautnah mit eingebunden werden. Oder wer schüttelt nicht gerne den Bremer Stadtmusikanten die Pfote? Auch das Rotkäppchen muss vor dem bösen Wolf gewarnt werden und die Geißlein müssen wieder alle gefunden werden, was ohne Mithilfe der umstehenden Gäste manchmal sehr schwierig werden würde.
Die Dennach können sehr stolz darauf sein, dass sich Jung und Alt mit dem Lichterfest identifizieren. Teamarbeit und Organisation stehen in diesen Tagen an erster Stelle. Schon Wochen vorher werden vom Festausschuss Entscheidungen abverlangt und etwa eine Woche vorher sind die Helfer auf den Beinen um rund um das alte Schulhaus und den Festplatz eine Märchenwelt zu erschaffen. Es werden Zäune aufgestellt, es entstehen Wälder mit geheimnisvollen Hütten und jede Märchengruppe wird passend platziert. Fleißige Hände waschen und bügeln den Kleiderfundus auf, reparieren und erneuern die Requisiten.
Und dann ist es so weit. Samstagabend bei Einbruch der Dunkelheit ertönt die Fanfare und plötzlich wird die Szenerie mit 4000 Lichtern erleuchtet. Die Darsteller beziehen Ihre Plätze und der Festplatz verwandelt sich in ein riesiges, buntes Märchenbuch, bewundert von vielen leuchtenden Augen.